Many thanks for this great review of my book #Celeterra! #eBook #Adventure #Dystopia

As paperback or eBook

Woman reading a scifi adventure book by C. Suter

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Excerpt from Celeterra:

Altijd was wearing a ridiculous pair of tight black trousers, with big translucent yellow rhombs. His shirt seemed to be made out of some shiny crimson acrylic fabric. The buttons were open all the way down to his belly, revealing the scanty hair on his chest. The heels of his green and brown shoes were at least 2 inches high. Vance wondered how he managed to walk in them, let alone use them for dancing.

Vance opened his closet. New items had replaced all the clothing that had been there the morning before. Instead, he found a tight pair of cerulean trousers, with zigzag waves of ginger and pink, a huge white belt of imitation leather with a golden buckle and a shirt of the same material as what Altijd was wearing, but with scarlet and olive stripes. It had big imitation silver buttons. The shoes, on the bottom shelf, had flat soles and big bulges at the toes. The leather was black at the front and white at the heels.

Vance held up the garments, a look of despair on his face. Altijd laughed.

“Don’t worry Vance, you will look as hip as beans! Put it on! No, no, don’t try to put them away – you can’t go out tonight without the right attire.”

Vance closed the door in front of Altijd’s face and slipped into his new clothing, cursing. He looked at himself in the mirror – ridiculous! He was only doing this for his friend, if Altijd had not been waiting for him outside, he would have stayed at home!

Together, they hurried to the party. The tent was already full of people, all dressed as quaint as the two newcomers. There was Samantha, wearing a white Lycra bodysuit, with big red buttons and a purple belt; John (who had broken his neck in a riding accident), dressed in red jeans and a black shirt, with a pink cowboy hat and big knee-high boots. Eric had come in a shiny pair of bronze trousers, apparently made out of plastic foil, on top of which he wore a white shirt printed full with small red snakes.

Originally posted 2017-04-22 04:13:11.

Thanks again for all your contributions! #Fundraiser #Unicef #eBooks #Paperbacks

Dear readers of my books, as you recall, I organized a fundraiser, promising to donate triple the royalties of all my book sales! Many thanks to all of you that used the opportunity to buy a book, and in doing so to sponsor UNICEF.

I have chosen to donate the total sum to UNICEF’s fight against the humanitarian crisis in Africa, and have just… sent over for 200€.

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Didn’t have a chance to buy one of my books in February? The crisis in Somalia and bordering countries doesn’t stop today. Please donate to UNICEF today to help our fellow humans.

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Here a short fragment from my novel Two Journeys, illustrating how important we humans are for one another:

One night, the truck stood parked in the middle of the road, a mile past a small hamlet. I had a bonfire going, and the dogs were warming themselves and dozing. It was very quiet, the crackle of the fire the dominant sound.

The sky cleared and stars started to appear. Bats gave chase through the heavens, hunting for the insects that were attracted by the light of the flames.

When the fire finally started to go out and turn into a hot red glow, more and more stars became visible. The Milky Way came out like a highway through the heavens. Far off, a lonely bird called woop-woooop. The moon rose, throwing its metallic light first on the hills and then on the truck and our resting place.

As the fire died out, the cold crept up from the ground. I stood up and for several minutes looked at the deserted landscape and the sky. I recalled a joke that my sons once played on me.

“Dad, where is the Yogurt Puddle?”

“The Yogurt Puddle? What could that be? No idea.”

“It’s the galaxy next to the Milky Way!”

Even now, I chuckled, probably in the same way I had when I’d first heard it.

Again, I looked up at the stars. The world was quiet now, the fire soundless.

There was nobody to hear my laughter. Tears started to fill my eyes, and I had difficulty fighting them back.

Damn, if only they could be here.

TWO JOURNEYS on Apple Books.

Originally posted 2017-04-15 04:39:16.

Das Rheinmonster

DAS RHEINMONSTER

English version here.

Copyright 2020 Clemens P. Suter

„Großvater, Großvater!“ Die beiden Jungen stürmten in die Küche und warfen ihre Schultaschen in die Ecke. Der alte Hans wachte erschrocken auf, seine Pfeife noch im Mund. Schuldbewusst blickte er in Richtung des Holzofens, wo seine Tochter Annie, die Mutter von Hans Junior und dem kleinen Fritz, das Mittagsessen zubereitete. Aber da sie die Kohlsuppe umrührte, hatte sie ihm den Rücken zugedreht und nicht bemerkt, dass er eingeschlafen war.

„Ja, meine Kinder, willkommen zu Hause. Wie war es in der Schule?“

Fritz, der jüngste, war der erste, der Jacke und Schuhe auszog und sich seine Hausschuhe überstreifte. „Großvater, erzähle uns die Geschichte! Die Geschichte vom Monster. Du hast es heute Morgen versprochen!“

Hans Senior lächelte in seinen Bart. Mit Sicherheit hatten die beiden Jungen heute in der Schule nicht viel gelernt. Sie waren zu gespannt, seine Geschichte zu hören. Jetzt kuschelte sich auch Hans Junior an ihn. „Bitte Großvater!“

„Nun…“, sagte der Alte, „es ist noch etwas Zeit bis zum Mittagesse. Da könnte ich wenigstens anfangen. Aber zuerst musst du noch etwas Holz auf die Flammen werfen. Im Zimmer wird es ein bisschen kalt! Und, Fritzi, bring du mir etwas von dem kalten Kaffee. Die Kanne steht direkt neben dem Herd. Und dann kommt her und setzt euch neben mich, jeder auf eine Seite.“

Annie drehte den Kopf zu den dreien: „Habt Ihr mich vergessen?“ Sie lächelte. Die Jungen standen auf, rannten zu ihrer Mutter und küssten sie auf die Wange. Bald prasselte das Feuer im Ofen wieder, und Opa hatte auch seine Tasse Kaffee. Er paffte an seiner Pfeife. „Jetzt lasst mal sehen, wo ich anfange…“

Die Jungen sahen ihn aufmerksam an, ihre Wangen rot von der Winterkälte und Spannung. Die Kerze auf dem Tisch flackerte. „Ah ja,“ begann der alte Mann, „es muss mindestens dreißig, vierzig Jahre her sein…“ Sein Gesicht wurde nachdenklich und ein bisschen traurig, als die Erinnerungen langsam zu ihm zurückkehrten.

Es war ein Dezember gewesen, ein paar Wochen vor Weihnachten. Die Stadt Hockenheim ruhte friedlich in der Ebene des Rheintals. Die Leute gingen ihren Geschäfte nach; Kinder wurden geboren und gingen zur Schule, junge Leute verliebten sich, Paare gründeten Familien und alte Menschen starben. Das Virus, das auf der ganzen Welt so viel Chaos angerichtet hatte, war lange überwunden. Die Wirtschaft hatte sich etwas erholt, und die extremistische Regierung, die der Pandemie gefolgt war, war gestürzt und durch etwas Recht und Ordnung wieder ersetzt worden.

Ja, in Hockenheim war alles in Ordnung. Bis zu jener Nacht. Es war an einem Dienstag, daran konnte sich der alte Hans gut erinnern, da er dienstags immer im alten Kirchengebäude Schach spielte. Er war spät heimgekehrt, und seine Frau war schon ins Bett gegangen. Annie, damals ein kleines Mädchen, schlief friedlich in ihrem Bett. In dem kleinen Flur des Hauses zog Hans seinen nassen Mantel aus. November und Dezember waren sehr regnerisch gewesen und der Kraichbach war weit über sein Ufer getreten. Glücklicherweise hatte sich der Stadtrat vor vielen Jahrzehnten für ein Wassermanagementprojekt entschieden, das sich nun als sehr vorteilhaft erwies. In Wirklichkeit war der Kraichbach ein kleiner, sich schlängelnder Bach, der Wasser aus den Hügeln im Osten sammelte, durch Hockenheim führte und einige Kilometer nordwestlich in den Rhein mündete.

Hans beschloss, vor dem Schlafengehen einen kleinen Schluck Rotwein zu trinken, und hatte gerade eine Kerze angezündet und sein Glas gefüllt, als ein donnerndes Hämmern an der Haustür ertönte. „Das der mi veräbble wird!“ fluchte Hans, als er zur Tür eilte und sie öffnete. Draußen standen sein Nachbar Roland und ein Polizist. Hans sah die beiden erstaunt an. „Was ist los?“ fragte er.

„Folg uns. Schnell!“ sagte der Polizist. Ihre Gesichter waren  blass und ernst  ,ja voller Angst. Er erkannte, dass etwas Schlimmes passiert war. Eilig griff er nach seinem immer noch tropfnassen Mantel und die Kälte des Kleidungsstücks auf seinen Schultern ließ ihn zittern. Oben fing Annie an zu weinen und seine Frau rief etwas.

„Alles in Ordnung, Liebling!“, rief Hans. „Es ist Roland… und ein Polizist. Ich werde bald zurück sein.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, trat er aus dem Haus und zog die Tür hinter sich zu. Die beiden Männer waren schon losgelaufen. Sie verließen die Schulstraße, bogen in die Hirschstraße, in die Ottostraße und von dort am Rathaus vorbei in die Marcus-Zeitlerstraße. Mehrere Männer standen vor der Hausnummer 15, Fackeln in den Händen und grimmige Blicke auf ihren Gesichtern. Der Polizist schob sie aus dem Weg, und führte Hans und Roland in ein Zimmer im hinteren Teil des Hauses. Eine Frau, die Hans unbekannt war, saß weinend auf einem Stuhl. Ein Mann, vermutlich ihr Ehemann, stand neben ihr und hielt ihre Hand. Auch er hatte Tränen in den Augen. Der Polizist zeigte auf ein Kinderbett. Er sah Hans an und sagte nur ein Wort, als würde es ausreichen, um die gesamte Situation zu erklären.

„Leer!“

Hans spürte einen Schauer über seinen Rücken laufen. Er wusste jetzt, warum ihn die Männer geholt hatten. Der Bürgermeister war nicht in der Stadt, und Hans war stellvertretender Bürgermeister. Eine ehrenamtliche Rolle ohne Bezahlung, aber in solchen Notfällen mit einigen Verantwortlichkeiten. Er schaute von einem zum anderen und inspizierte das Bett genauer. Offensichtlich hatte hier ein Kind geschlafen, ein Mädchen, wie es aussah. Hans trat zur Terrassentür, die zum Garten führte, und berührte das Glas. Zu seiner Überraschung war die Tür nicht abgeschlossen und schwenkte auf, so dass er und die anderen in den dunklen Garten schauen konnten. Hans sagte nichts und stellte keine Fragen. Stattdessen trat er in den Regen. Der Polizist schaltete seine Taschenlampe ein und folgte ihm. Sie gingen durch das Gras bis sie am Ende des Gartens an eine Wand kamen. Instinktiv beschloss Hans, ihr nach rechts zu folgen, bis zu einer Tür, die ebenfalls nicht verschlossen war. Von dort in einen kleinen Durchgang, dem sie folgten. Nach nur wenigen Schritten zog der Polizist Hans am Ärmel. „Schau“, stieß der Mann knapp aus und zeigte auf den Boden vor ihnen. Dort auf dem roten Sandstein war ein Fußabdruck. Sie bückten sich, um ihn zu inspizieren. Er war so groß wie ein Männerfuß, aber breiter. Die Abdrücke einzelner Zehen waren deutlich sichtbar, aber weit voneinander entfernt und scheinbar durch Häute verbunden. Dieser Fußabdruck glich nicht dem eines Menschen. Er sah aus wie der Abdruck eines riesigen Frosches oder einer Amphibie. In der Gasse hing ein seltsamer Geruch von verschmutztem Flusswasser und Blut. Ein Gefühl der Angst überkam die beiden. Sie überprüften ihre Umgebung auf irgendwelche Bewegungen, aber der Besitzer des Fußabdrucks war nicht zu sehen. Eilig suchten die beiden Männer  den Boden ab, aber sie fanden keine weiteren Fußspuren.

Der Polizist rannte zurück zum Haus, und bald durchsuchten alle verfügbaren Männer die dunkle Stadt bis es im Osten zu dämmern begann. Die Männer hatten das vermisste Mädchen nicht finden können. Aber sie hatten noch einen nassen Fußabdruck und ein Stück vom Nachthemd des Mädchens nahe der Brücke in der Karlsruherstraße gefunden, die den Kraichbach überquerte.

Annie stellte den schweren Topf mit Kohlsuppe auf den Tisch. „Mittagessen“, rief sie und wischte sich eine blonde Haarsträhne aus den Augen. „Hol bitte das Brot, Fritzi.“

Die vier ließen sich nieder und aßen wie immer schweigend. Kein Geschichtenerzählen während der Mahlzeiten! Die beiden Kinder sahen den Großvater erwartungsvoll an. Der alte Mann schlürfte seine Suppe und gab vor, die Jungen zu ignorieren. Nach dem Essen wischte er sich die Semmelbrösel vom Bart und stopfte seine Pfeife. Die Jungen legten noch etwas Holz aufs Feuer und Annie fing an, den Abwasch zu machen und die Kochecke zu putzen.

Am nächsten Tag war die Stadt in Aufruhr. Die Leute trafen sich an Straßenecken und in den zahlreichen Bäckereien und Friseurgeschäften und spekulierten über die Ereignisse der Nacht. Bald waren sich alle einig, dass ein Monster, ein Wassermonster, für die Entführung des Mädchens verantwortlich war. Niemand schien zu glauben, dass das Mädchen noch lebte; viele Hockenheimer betrachteten Optimismus als Ablenkung. Die nassen Fußabdrücke waren ein klares Zeichen dafür, dass etwas aus dem Fluss gekrochen war, der Fluss, der jetzt mit Wasser hochgefüllt war. Der Stadtrat versuchte zusammen mit dem inzwischen zurückgekehrten Bürgermeister die Bevölkerung zu beruhigen, aber ohne Erfolg. Ein Edikt mit einigen einfachen Anweisungen wurde veröffentlicht, einschließlich des Ratschlags nach Sonnenuntergang drinnen zu bleiben und alle Fenster und Türen im Erdgeschoss verschlossen zu halten. Einige begannen sofort diesen Richtlinien zu befolgen. Aber viele entschieden, dass sie unwirksam und sogar unsinnig waren, konnten jedoch keine besseren Maßnahmen anbieten.

Und so verbrachte die Stadt mehrere Tage in Angst. Obwohl die Suche fortgesetzt wurde, fand sich keine weitere Spur des Mädchens. Die Leute wurden skeptischer gegenüber der Theorie, dass ein Wassermonster, dessen Existenz bestenfalls hypothetisch war, tatsächlich der Schuldige gewesen war, und die Wut auf den Stadtrat wuchs. „Ha-noi“, versicherten sie einander, „es ist schwer zu glauben, dass dies ein Monster war. Es war wahrscheinlich ein Perverser, ein Landstreicher von außerhalb der Stadt. Ein Ausländer vielleicht?“

Aber fünf Tage später, tief in der Nacht, wurden die Bewohner der Goethestraße brutal aus dem Schlaf gerissen als ein schrecklicher Schrei durch die Straßen hallte. Als nächstes waren hämmernde Schritte und aufgeregtes Geschrei zu hören als die Nachtwache, die der Bürgermeister hartnäckig gegen den Willen des Stadtrats aufgestellt hatte, zur Szene eilte. Die Männer stießen auf Blutflecken und nasse Fußspuren, die nach Osten führten. Hastig folgten sie  diesen, Schlagstöcke in ihren Händen, durch die Karlsruherstraße, und als sie sich dem Kraichbach näherten, konnten sie in der Ferne eine massive, zusammengekauerte Gestalt sehen. Die Gestalt stieg zur Brücke auf. Gegenüber der uralten Statue des Heiligen Nepomuk, dem Beschützer vor Überschwemmungen und Ertrinken, stand sie einige Sekunden lang an der Brüstung, hob die Arme und warf etwas, das wie ein Bündel weißer Kleider aussah, ins Wasser. Die Gestalt sprang hinterher… und verschwand.

Die Männer der Nachtwache leuchteten mit ihren Lichtern ins schlammige Wasser. Einige Sekunden lang schien sich ein Körper stromabwärts zu bewegen. Was auch immer es war, es blieb unter der Oberfläche und bewegte sich sehr schnell. Im Dunkel der Nacht machte es keinen Sinn, seiner Route zu folgen.

Stattdessen entdeckten sie entsetzt ein mit Blut bedecktes Nachthemd und der blutige Fuß eines kleinen Kindes. Einige der Männer wandten sich ab um sich zu  übergeben. Anscheinend hatte sich die Kreatur vor ihrer Rückkehr in den Fluss für einen Snack entschieden. Auf jeden Fall hatte das Wassermonster von Hockenheim, wie es jetzt offiziell genannt wurde, sein zweites Opfer gefordert.

Danach war in der Stadt Hockenheim nichts mehr wie vorher. Jeden Tag, sobald die Sonne unterging, gingen selbst die Skeptischsten in ihre Häuser und verriegelten ihre Türen. Viele, besonders die Eltern junger Familienvernagelten ihre Fenster. Die Stadt sah aus wie eine Geisterstadt. Dies wurde durch die vielen geschlossenen Geschäfte in der Karlsruherstraße noch verschärft.

Aber das Wassermonster kehrte zurück und schaffte es ein drittes und ein viertes Opfer aus den Häusern zu holen, die nicht gut genug geschützt waren. Die Stadt wurde von einem unsichtbaren, gewaltigen Feind belagert. Es ist fast unnötig zu erwähnen, dass Weihnachten und die Silvesternacht unbemerkt vergingen und in vielen Häusern ohne die traditionelle Weihnachtsgans, Kartoffelsalat und Bockwurst.

Großvater zog an seiner Pfeife. Die Jungen sahen ihn wissbegierig an. „Was geschah als nächstes?“ flüsterte Fritzi.

„Nun“, sagte Hans Senior, „hier kommt Frederick Quicksilber in die Geschichte. Frederick lebte mit seiner Mutter im Osten der Stadt in der Nähe des Friedhofs. Ein unglücklicher Mensch, denn Frederick war ein kleiner Kerl, ein Zwerg.“

„Vater!“ rief Annie aus der Küchenecke, „Du solltest dieses Wort nicht verwenden.“

„Ja, richtig“, sagte Großvater. „Ähm. Lasst es mich so sagen: Frederick war eine Person mit alternativen Körpermaßen… auf minimalistische Weise. Klug und bescheiden war er, der liebe Frederick. Aber seine Bemühungen, die Stadt vor dem Monster zu retten, was er tatsächlich tat, wären ohne die Hilfe dieser unglaublich dicken Frau nicht möglich gewesen.“

„Vater!“ rief Annie erneut.

Das Gesicht des Großvaters wurde rot. „Arschkrott“, sagte er leise und blies aufgeregt Rauch aus seiner Pfeife. „Wie kann ich das sagen… diese Frau hatte auch alternative Körpermaße… aber optimiert in Richtung…“, er brummte, „…aber in Richtung eines maximierten Body-Mass-Index.“

„Warum willst du das alles erwähnen, Vater? Kannst du nicht einfach überspringen, wie sie aussahen?“ fragte Annie.

„Herrgottnochmal! Es ist einfach wichtig für die Geschichte“, grunzte der Großvater und bemühte sich, sich zu beruhigen. „Jedenfalls hieß diese Frau mit dem maximierten Body-Mass-Index Obesia Guirlande. Obesia lebte allein und war vielleicht etwas älter als Frederick. Bis dahin kannten sie sich kaum.“

Eines Tages trank Frederick Kaffee in einem alten Café am Ende der Karlsruher Straße, das unter dem Namen Etcetera geführt wurde – ein Name, der „und andere ähnliche Dinge“ bedeutete. Was diese Gegenstände waren oder welchen sie ähnlich waren, wusste kein Hockenheimer. Obesia betrat das Café und wählte den leeren Tisch neben Frederick aus. Bald kamen sie ins Gespräch. Obesia war beeindruckt von Fredericks Humor und Intelligenz. Natürlich wandte sich ihr Gespräch auch dem Wassermonster zu. Wie alle Hockenheimer diskutierten auch sie die offiziellen Maßnahmen und stimmten den meisten von ihnen nicht zu. Frederick und Obesia trafen sich auch am nächsten Tag und am Tag danach wieder, und zu diesem Zeitpunkt hatte sich in ihren Gedanken der Keim eines Plans entwickelt. Ein Plan, der so gewagt war, dass sie nur mit gedämpften Stimmen darüber sprechen konnten. Die anderen Gäste im Café stupsten sich an, zwinkerten und sagten: „Schau dir nur diese beiden an. Zwei Menschen mit alternativen körperlichen Proportionen, die sich verlieben. Sind sie nicht süß?“ Aber die beiden Verschwörer dachten nicht an Liebe. Inzwischen waren sie überzeugt, dass ihr Plan die schreckliche Kette von Ereignissen stoppen würde.

Ein paar Tage später, an einem Mittwoch Mitte Januar, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, hätte eine seltsame Szene jeden Passanten getroffen, der mutig genug war, aus der Stadt in Richtung Rhein zu schlendern. Hier erstreckte sich das flache Land, das der Fluss in Zeiten geschaffen hatte, als er sich noch majestätisch zwischen Odenwald und Pfalz schlängelte, weit und ununterbrochen. Heute folgt der Rhein einem Bett des Ingenieurs Tulla, der den Fluss begradigt hatte um die Navigation zu verbessern und Überschwemmungen zu reduzieren. Der Kraichbach teilt sich an dieser Stelle in zwei Bäche: den Alten Kraichbach und den Kraichbach selbst. Beide fließen in den nahen und doch in der Ebene versteckten Rhein. Die Rheinbrücke und der tausend Jahre alte Speyerer Dom waren nur für diejenigen sichtbar, die auf den Zehenspitzen standen. Späte Vögel überquerten eilig den Himmel, um rechtzeitig für die Nacht ihre Schlafplätze zu erreichen. Die Fledermäuse fehlten noch. Sie würden erst im Frühjahr wiedererscheinen, um ihre hungrigen Bäuche mit dem Überfluss an Flussmücken zu füllen. Wie zu allen Jahreszeiten wehte nur sehr wenig Wind im Rheintal.

Eine Frau von beträchtlicher Statur schlenderte in einem weißen Kleid, das von einem schwarzen Umhang bedeckt war, und auf festen Schuhen, am Wasser entlang. Sie schob einen altmodischen Kinderwagen mit großen Rädern. Die Abdeckung des Kinderwagens war geschlossen, so dass das Kind im Inneren nicht sichtbar war. Es war aber auch niemand unterwegs, die Hockenheimer hatten bereits ihre Türen, Fenster und Fensterläden verriegelt. Sie befanden sich nun in ihren Stuben, spärlich beleuchtet von ein paar Kerzen. Seit der letzten Entführung waren vier Nächte vergangen, und in regelmäßigen Abständen wandten sich die gedämpften Gespräche dem Wassermonster zu, meist gefolgt von energischen Versuchen das Thema zu wechseln.

Die Frau ging nicht in eine bestimmte Richtung. Stattdessen folgte sie einige Minuten dem Fluss in Richtung Rhein, drehte sich dann um und folgte dem Kraichbach bis zum Altwingertweg wieder zurück. Der Kinderwagen war offensichtlich schwer, denn ihre Wangen waren rosig geworden und sie schnaufte als sie weiterging. Dies ging eine ganze Weile so. Um neun Uhr läutete die weit entfernte Glocke der Pfarrkirche St. Georg.

„Wie lange müssen wir so weitermachen?“ flüsterte die Frau.

Überraschenderweise antwortete aus dem Kinderwagen die Stimme eines Mannes. „Das Monster hat immer in den Stunden um Mitternacht angegriffen.“

„Sind wir dann nicht zu früh?“ flüsterte die Frau und ihre Schritte wurden langsamer.

„Nein! Erinnere dich an unsere Theorie. Wenn wir richtig liegen, schwimmt das Wassermonster stromaufwärts vom Rhein, seiner Heimat. Es braucht dann einige Zeit um nach Hockenheim zu schwimmen. Und dann müsste es noch ein Haus finden, in das es eintreten kann, ein Haus, in dem entweder Fenster oder Türen unverschlossen sind. Nein, meine Berechnungen sagen mir, dass es bald durch den Fluss kommen sollte… wenn es heute Abend zuschlagen will.“

„Ha-joh, Frederick, du bist so schlau.“

„Danke, Obesia. Aber ohne dich könnte ich das niemals ausführen! Vielleicht ist es besser, wenn wir jetzt zur zweiten Phase gehen. Was denkst du?“

Obesia sah sich um und stellte den Kinderwagen so nah wie möglich an den Bach. Sie bremste die großen Räder ab und schaffte es nach einigem Fummeln, die Abdeckung abzunehmen. Da war Frederick, ein Kinderkleid aus hellster weißer Baumwolle über seiner normalen Kleidung. Frederick zwinkerte Obesia zu und legte den Finger an die Lippen: „Schhhh!“ Obesia zwinkerte ihm zu und arrangierte sein Kleid so, dass es über die Seiten des Kinderwagens hing. Sie trat zurück und sah sowohl den Bach als auch den Kinderwagen anerkennend an. Dann nahm sie noch einige Anpassungen vor und ging dann, nach einem sanften „Viel Glück!“ zu einer Parkbank, die etwa vierzig Schritte entfernt war. Sie setzte sich und wartete.

Nach dem Regen der letzten Wochen war der Himmel jetzt außergewöhnlich klar. Die Kälte kroch von den Feldern herauf, und die Luftfeuchtigkeit schlug sich auf ihrer Kleidung nieder. Der Mond war aufgegangen. Er schien größer zu sein als sie sich je erinnern konnte. Mit kaltweißem Licht schien er auf die Szene hinunter. Das einzige Geräusch war der Bach, der langsam an ihnen vorbeizog.

Nach einer Weile bemerkte Obesia, dass sie ihre Augen kaum noch offen halten konnte. Sie war eine Frühaufsteherin und folglich war dies weit über ihre übliche Bettzeit hinaus. Um ehrlich zu sein, erwartete sie auch nicht, dass das Monster in der ersten Nacht in der sie Fredericks Plan ausprobierten, auftauchen würde. Es wäre ein zu großer Zufall gewesen. Wie sie besprochen hatten, müssten sie diese Übung wahrscheinlich mehrmals wiederholen und auch an verschiedenen Orten. Trotzdem war der Ort gut gewählt. Wenn das Monster vom Rhein kam und das Wasser als Route benutzte, musste es genau diesen Punkt passieren. Weiter draußen in der Ebene verzweigte sich der Kraichbach in viele Nebenbäche, die sich entweder wiedervereinigten oder direkt in den Rhein mündeten. Obesia tastete unter ihrem Umhang. In den breiten Taschen steckten zwei Hämmer, für jede Hand einen. Würde Frederick sein Messer zur Hand haben? Dumme Frage! Frederick hatte ihr die große Klinge gezeigt und wie flink er damit umging. Nein, obwohl er sich in einer äußerst gefährlichen Position befand, hatte sie keine Angst um den kleinen Mann.

Ein einsamer Reiher ging über ihr vorbei. Etwas muss den Vogel gestört haben, da Reiher normalerweise nach Einbruch der Dunkelheit nicht unterwegs waren. War es ein Fuchs oder eine andere Kreatur gewesen? Langsam nickte Obesia ein und sackte seitlich auf der Parkbank zusammen. Einige Zeit verging.

Plötzlich öffnete Obesia die Augen. Sie schaute geradeaus zum Wasser. Nichts war zu hören, doch etwas hatte sie aus dem Schlaf gerissen. Sie schloss die Augen zu kleinen Schlitzen und blieb zehn, zwanzig, dreißig Sekunden lang reglos sitzen. Dann wurde am Ufer des Flusses eine Form sichtbar. Eine große dunkle Hand kratzte im Gras. Obesia erstarrte vor Angst. Die Hand grub sie sich tiefer in den Boden und der daran befestigte Arm zog einen großen Körper aus dem Wasser. Schließlich tauchte eine starke, tropfende Gestalt am Ufer auf. Sie war höchstens zwanzig Schritte entfernt und zwischen Obesia und ihrem Kinderwagen. Die Gestalt, nackt und dunkelgrün, hatte eine enorme Brust, die von langen, dünnen Beinen getragen wurde. Auch die Arme waren lang und muskulös. Die Kreatur starrte Obesia mit großen blassen Augen an, die unregelmäßig blinzelten. Große Kiemen flatterten auf beiden Seiten des Gesichts.

Das Monster stand still, leicht gebeugt und beobachtete sie schweigend. Nur das Tropfen des Wassers von seiner Haut war zu hören. Obesias Herz schlug schnell. Was wäre, wenn das Monster sie angreifen würde? Sie würde nie genug Zeit haben um die beiden Hämmer aus ihrem Kleid zu ziehen. Wilde und ängstliche Gedanken gingen ihr durch den Kopf…

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Copyright 2020

ISBN 9780463703847

Coverphoto by Karsten Würth on Unsplash

Please respect all copyrighted work by this author, do not distribute or share

Any similarity with any individual, living or dead, is coincidental

Short Stories

Originally posted 2020-04-24 10:12:44.

Don’t forget to order your adventure books for the weekend! #pandemic #corona #virus #mystery

Get great adventure stories as paperback or ebook, on any device! Visionary stories that predicted (in 2010!) the current corona pandemic.

These books are great. Remember the books from your childhood? Used to read them over and over again? Hard to believe people enjoy violence, zombies, that kind of stuff. I didn’t think a thing about those when I read adventure stories as a kid.

You won’t find many stories that you will be more satisfied with. Why? Here’s why.

When I was a little boy, one of the last touring vaudeville companies came through town, and I got to see the show. The centerpiece was a one-act drama featuring a pretty girl in peril. The climactic scene began quietly, with her sitting next to a lamp, sewing. As the mustachioed villain sneaked onstage, the audience began to murmur in alarm. When the lovely young thing gave no sign of sensing the danger, the audience’s murmuring gained urgency and volume.

The innocent girl continued to sew her apron.

Closer crept the villain, drawing a knife from his coat…

In full voice now, the audience warned her: “Behind you. Behind you! Turn around!”

That’s what adventure stories are all about! Forget about the gore; it’s the suspense, stupid.
Get you copy today! https://clemenssuter.com/books

Originally posted 2016-12-16 20:55:43.

eBook: “Amazing Stories.” Get hold of top adventurous literature for the weekend.

Announcing the release of my new book: “Amazing Stories,” a bundle of all stories that I have written over the past years in a single volume. Rock-bottom pricing for fun reading.

Get your eBook copy today at Smashwords: https://www.smashwords.com/books/view/1014440. This book is also available directly at Apple Books, Kindle and Tolino, or in any smartphone bookstore.

Read about the young man who finds a mysterious tunnel beneath his garden; strange goings-on in a French forest; a robot reporting home about its visit to Earth, or the tale of the watermonster of Hockenheim, which kidnaps numerous children: these stories will keep you on the edge of your seat. Clemens P. Suter, established author of visionary SciFi predicting (back in 2010) the corona pandemic, lets his imagination run wild with stories full of suspense, humor and action!

“Obesia opened her eyes. She looked straight ahead towards the water. Nothing could be heard, yet something had called her out of her sleep. She didn’t move, for ten, twenty, thirty seconds. Then a shape became visibly, on the bank of the river. A large dark hand clawed in the grass. Obesia froze with fear. The hand didn’t move for a long time, but then, slowly, it dug deeper in the ground, and the arm attached to it drew a large body from the water beneath. Finally, a fat, dripping figure climbed on the bank. It was at most twenty steps away, and directly between her and her pram. The figure, naked and black-green, had a tremendous chest carried by long thin legs. Its arms were long too, and muscular. The creature stared at Obesia with large pale eyes, blinking regularly.”

Originally posted 2020-04-11 22:01:00.

Top Tip. iPhone as an eReader. Read Great Pandemic Adventure eBooks.

All over the globe – get my books on your iPhone or iPad ! Here’s the direct link to my pandemic adventure novels on iTunes.

I have an iPhone myself, and it is a great machine, isn’t it? I like iTunes mostly as a music player. I like its ability to view my music as albums, artists and songs, the searching capabilities are great stuff. The way albums open into color-matched track listings is attractive. And I use the playlist extensively, e.g. I have playlists like “play all music that I love and didn’t skip in the last three years”. These are Smart Playlists, with a breathtaking number of options available for user-created Playlists: it is incredibly powerful – and with thousands of songs, it is a fantastic way to listen to music  that you haven’t listened to for a long time. Things like that make the iPhone a great smartphone. I also like the UI of Now Playing. It is easy to add entire albums or individual tracks, and reorder them. iTunes by itself doesn’t offer the greatest user experience, but well – Ok.

iTunes is undervalued as an eBook store.

I do notice that more & more of my fans are reading my eBooks on their iPhone, and the sales of my books on iTunes are booming, but the functionality of iTunes as a bookstore is meager – when compared to the functionality as a music store. Still the biggest advantage is that if you read eBooks on your iPhone, you need just a single device to enjoy both music and reading – at the same time. I read all my newspapers and books on my iPhone, to tell the truth.

Here’s a great review of TWO JOURNEYS in iTunes.

My books on iTunes.

iTunes Review on Apple Books

Reader comment on iTunes concerning Clemens P. Suter’s TWO JOURNEYS

As eBook or Paperback

Whether you have an iPhone or an iPad; you can get a copy of my books with a few mouse clicks.

Acclaim for TWO JOURNEYS

 “Move over, Cormac McCarthy, another survivor is traveling the Armageddon road. Clemens P. Suter’s apocalyptic thriller grabs you in the first couple of pages and never lets go. The reader feels real empathy for the main character’s plight as he begins a seemingly impossible 9,000-mile trip to learn his family’s fate. The cause of the calamity is mysterious but clues are uncovered along the way causing tension to build until we reach the shattering climax. Two Journeys is not to be missed.” – G. Dedrick Robinson, author of Blood Scourge

More about my books here: www.clemenssuter.com/books

iToons

Clemens P. Suter books on iTunes, iPhone

A snapshot of Fields of Fire can be found here.

Originally posted 2019-09-04 10:32:10.

The Naked Truth and the Lie Dressed up as the Truth. A Parable.

“Grandfather, can you tell us a story?” The old man had fallen asleep in his favorite chair, but woke up with a start as his two grandsons entered the room. “Certainly my boys,” he said, and cleared his throat. He pondered the question only shortly. “How about the story of the Naked Truth and the Dressed-up Lie?”

“Huh? the Naked Truth? Did you invent that story, grandfather?”

The old man chuckled. “By Jove, no. This story is as old as the world. After all, in every language the Naked Truth is a well known phrase…” He sighed, and his face darkened. “Although most people wouldn’t recognize the Dressed-up Lie if they walked past him in the street. Well, anyway. Here ‘s the story.”

Many, many years ago, the Truth and the Lie went for a walk in the forest. The two weren’t the greatest of friends, and often they would heatedly debate, but overall they respected each other – the main reason being that the people could easily tell them apart. On this day however, as they walked through the dark forest, the Truth did become slightly nervous, after all, if the two were just alone together, could the Lie still be trusted? But the Lie behaved innocently and happy and exchanged pleasantries as they strolled along. The trees stood very close, and only little sunlight managed to reach the ground. Birds and insects zoomed about, and a deer jumped through the undergrowth, shocked by their presence. “The Truth out for a walk with the Lie. How extraordinary! Let’s hope that things turn our alright,” the deer thought, and disappeared from view.

It was a hot day, and the Truth and the Lie became quite tired and thirsty. Presently the two came upon a beautiful, silent pond, surrounded by wild trees. The water was cool and dark; black almost. The surface of the water was as flat as a mirror and as they stood on its bank, they could look down through the crystal clear liquid, almost to the bottom. Neither fish nor frog disturbed the quiet.

“Let’s go for a swim,” said the Lie. “I am so hot, and the cool water will do us good. Just a quick dip, and then we return home.”

The Truth looked at the Lie, and then at the water, and agreed. “I can see no harm in that,” said the Truth. The Truth stepped behind a tree on the left, and the Lie stepped behind a bush on the right, and they both started to undress.

The Truth was undressed first and slipped into the water, and swam away from the shore. It was truly refreshing. The Truth could feel how the exhaustion disappeared miraculously. The Truth swam from left to right, and right to left and dived down into the depths of the quite water. After surfacing again, the Truth called out: “Hey, Lie, why don’t you jump in as well? The water is fantastic.”

But there was no answer. The Truth called out again, and again, and finally, after looking around whether anyone was there that could be offended by the Truth’s nakedness, the Truth climbed out of the water and searched for the Lie.

But the Lie had disappeared, and so had all their garments. The Truth was very upset. “I should have never believed the Lie! If the Lie says ‘Just a quick dip and then we return home’, the Lie means ‘I won’t take a dip, and you will never get home’! How could I have been so foolish?” The Truth realized that it would need its clothing to survive in the world. And so, the Truth started chasing the Lie, all the while shouting “Help! Help, hold the thief!”

But as always, the Lie was faster, and more inventive, and better at hiding, and the Truth couldn’t catch up. After a while, the Truth, out-of-breath, gave up chasing the Lie.

Evening came, and the Truth finally arrived at a dusty road that ran by the forest. A farmer, with a shovel over his shoulder, came walking towards the Truth. The Truth stepped up to the man and asked: “The Lie has stolen my clothing! Did you see the Lie?” The man turned away in disgust and said: “Bah! The Lie stole your clothing? As if I would believe you! After all, you are completely naked! Disgusting! Go away, go back to the pond in the forest and hide in the water! I don’t want to have anything to do with the Naked Truth.”

And that happened each time the Naked Truth spoke to humans; although they had respected the Truth in the past, they now found the Truth abhorrent and yes… unbelievable.

And so, ashamed and rejected, the Naked Truth had to withdraw into the dark forest and has to spend its time submersed in the deep, black water of the hidden pond. As soon as it attempts to surface, and reveal that it is the Naked Truth, humans will turn away disgusted. The Lie, on the other hand, roams the world dressed up as the Truth, and receives respect… and, yes, even love.

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Originally posted 2019-08-31 18:08:00.